Puyo liegt auf 900 Metern in der Ceja de Selva, am Eingang zum Amazonas.
Wenn man sich nicht kennt, muß man sich vorstellen - die Kollegen aus Guatemala taten das ganz ohne Power-Point-Präsentation.
Das obligatorische Gruppenbild.
Wie man sieht: Harte Gruppenarbeit . . .
. . . die nur durch einen Ausflug unterbrochen wurde.
Und wer die Kanufahrt trocken überstanden hatte . . .
durfte sich hinterher in der heiligen Quelle erfrischen.
Bei der Confederación de las Nacionalidades Indígenas de la Amazonia Ecuatoriana (CONFENIAE) ging´s schon ein bisschen ernster zu. Die Amazonas-Indianer haben in die verfassungsgebende Versammlung die Forderung eingebracht, ihre Territorien autonom zu verwalten - inklusive der Bodenschätze. Seit klar ist, dass Präsident Rafael Correa davon nichts hält, haben sie ihm die Gefolgschaft aufgekündigt. Autonom verwalten heißt übrigens: Wer nicht zum Stamm gehört, hat kein Recht auf Mitsprache, und jeder Bewohner des Territoriums muss sich der indigenen Rechtsprechung unterwerfen. Das dürfte kein Spaß sein. Indigenas oder Stamm darf man übrigens nicht mehr sagen, da wurde ich scharf zurechtgewiesen. In Ecuador heißen die jetzt Nationen.
Außer diesem grimmig dreinblickenden Holzkerl gibt es am Sitz der Organisation nicht viel zu sehen. Die korrupten Führungsfiguren haben das Gebäude in den letzten Jahren komplett geplündert, und als keine Computer mehr da waren, haben sie die Kloarmaturen mitgenommen.
Der Besuch endete mit Fisch und Chicha de Yukka. Ich kann dieses säuerliche und je nach Gärungszustand alkoholhaltige Getränk aus Maniok, das traditionellerweise die Frauen zubereiten, indem sie die Wurzel zerkauen, nicht einmal mehr riechen, seit ich vor vier Jahren im Amazonas auf nüchternen Magen drei Kokosschalen davon trinken musste. Diesmal ließ ich den Becher einfach stehen. Meine Kollegin hingegen schüttete das Getränk in einem unbeobachteten Moment in die Wiese hinter sich. Es dauerte keine Minute, bis ihr jemand nachschenkte. "Nee, das mit den Indigenas, das liegt mir nicht so", sagte sie hinterher.






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