Im Umkreis meiner Wohnung und des Büros gibt es geschätzte vierhundert Kramerläden. Es war schwer genug, die vier zu finden, die Lucky Strike verkaufen - also theoretisch. In der Praxis bin ich auf Lark umgestiegen.
Manchmal kam ich auch schon ganz ohne Glimmstengel in der Arbeit an. Ja, in Quito kann es passieren, dass die Zigaretten ausverkauft sind. Also alle Zigaretten, gleich welcher Marke. Der generelle Engpass ist dann zwar nach ein paar Tagen vorbei, Lucky Strike gibt es aber immer noch nicht, nicht mal in den vier Läden, die sie theoretisch verkaufen.
"Die Lucky, die kommen aus Venezuela", sagte die Krämerin irgendwann. "Und weil die Venezolaner die Steuern nicht bezahlt haben, stecken die Zigaretten an der Grenze fest."
Meine Hoffnung richtet sich nun ganz auf ALBA, der Alternativa Bolivariana para los Pueblos de Nuestra América. Wird Zeit, dass Ecuador endlich dieser venezolanisch-cubanisch initiierten antiimperialistischen südamerikanischen Freihandelszone beitritt.
Auf der ALBA-Internetseite ist zu lesen, dass Venezuela gerade 600 Tonnen Harnstoff an Nicaragua geschickt hat und dass Ecuadors Präsident Rafael Correa immer noch überlegt, ob er mitmachen soll. Als gäb´s da noch was zu überlegen. Also, es müsste ja nicht gerade Harnstoff sein, so ein paar Lucky täten es auch...
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