Freitag, 29. Mai 2009

Schlaflos in Potosí

Ich hatte nicht nachgeschaut im Führer und auch nicht gefragt vor der Reise und nur die Vorstellung, Potosí müsste sehr viel höher liegen als La Paz und sehr viel kälter sein. Zum ersten Mal überhaupt kaufte ich Pillen gegen die Höhenkrankheit. Steckte alle meine Strumpfhosen und die Alpakasocken in den Koffer, zog meinen Daunenanorak und die dicken Winterschuhe an und hoffte, dass das Hotel Heizung haben würde.

Die Pillen brauchte ich gar nicht, aber die erste Nacht im Hotel "Cerro Rico Velasco" war trotzdem die Hölle. Ich schaffte es nicht, die Heizung auszuschalten, und konnte wegen der Wärme die ganze Nacht nicht schlafen. Mein Kollege Héctor saß anderntags wie ich mit tiefen Augenringen am Frühstückstisch. Als wir uns auf den Weg in das lokale Büro der Defensoría del Pueblo machten, waren wir beide froh, aus der ungewohnten Hotelhitze in die kalte, klare Morgenluft zu treten und den eisigen Winterwind an den Backen zu spüren.
Und ich schwor mir: Nie wieder Hotel mit Heizung!

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