Montag, 24. März 2008

Die Hände des Protests


Vor vier und vor drei Jahren hatte ich schon mal versucht, das Museum des ecuadorianischen Malers Eswaldo Guayasamin in Quito zu besuchen, aber es hatte immer geschlossen. Beim dritten Anlauf jetzt hat es endlich geklappt - und es lohnt den mühevollen Aufstieg auf den Berg!
"Las manos de la protesta N13" sind aus dem Zyklus "Das Zeitalter der Wut" und in Ecuador an allen möglichen Hauswänden zu finden - Überbleibsel der heftigen Sozialproteste im Land, die 2005 zur Flucht des Staatschefs Lucio Gutiérrez führten und nach einem anderthalbjährigen Zwischenspiel von Alfredo Palacio zur Wahl des aktuellen Präsidenten Rafael Correa.

Donnerstag, 20. März 2008

Ein Komposthaufen im Spätherbst

Was ist eigentlich aus meinem Gepäck geworden? Wasti hat es dankenswerterweise am Münchner Zoll ausgelöst und dann folgende Mail geschrieben:

"Liebe Ursel,

so, Deine blauen Tonnen stehen im Keller. Sie auszulösen, war einfach, wenn auch etwas kurios. Der Frachtflughafen ist durchaus eindrucksvoll und sehr modern, der Zoll hingegen wie eine Behörde von ganz früher. Ein übellauniger, dicker, sehr bayerischer Beamter, den man sich hervorragend nach Feierabend im Bierstüberl "Beim Willy" vorstellen kann, wollte alles ganz genau wissen.

Eingangsabgabebefreiung? -
"Ja ham Sie denn an Eingangsabgabebefreiungsantrag g'stellt?"
"Nein, ich wusste nicht, dass es einen solchen gibt. Aber ich habe ja eine Eingangsabgabenbefreiung."

Er überlegte offenbar, wie man eine solche haben kann, wenn man keinen Eingangsabgabebefreiungsantrag gestellt hat.

"Ah so. Hmmm. Was habn'S da drin?"
"Diplomatengepäck!"
"Alles gebraucht?"
"Hausstand."
"Ah."

Dann hat er eine Zeitlang in seinen Computer geschaut und dann aber wirklich alle verschiedenen Stempel seines Stempelkarussells zum Einsatz gebracht. Aber seeeehr langsam. Derweil haben seine Kollegen im Hintergrund disktutiert, ob Kosovo jetzt noch Serbien sei, und wie man mit Waren von dort zu verfahren habe. Sie hatten davon soviel Ahnung wie von einer Eingangsabgabenbefreiung für Diplomatengepäck. Jetzt weiß ich, was Helmi manchmal mitmacht.

Zuhause habe ich dann festgestellt, dass alle Schlösser an Deinen Tonnen fachmännisch aufgebrochen waren. Sie hatten also schon einen tiefen Blick reingeworfen. Wahrscheinlich aber haben sie nicht weitergestöbert, weil es sie umgehauen hat. Einige Kleidungsstücke waren noch richtig feucht. In den Tonnen riecht es wie in einem Komposthaufen im Spätherbst, wenn die Schwammerl sprießen. Oder wie in einem Zeltsack, wenn man das Zelt im Urlaub bei Regen eingepackt und danach ein Jahr nicht aufgemacht hat.

Ich hab jetzt schon einen Schwung Deiner Sachen gewaschen, aber trotz literweise Weichspüler krieg ich den Muff nicht richtig raus. Muss ich mal alles auf den Balkon stellen, wenn es hier richtig warm und trocken ist . . ."

Meine 20 Kilo Habseligkeiten, die ich mit nach Quito genommen habe, riechen übrigens ähnlich - es hat mich schier umgehauen, als ich meinen Rucksack aufgemacht habe und mir die feuchte Luft aus Lima aus meinen Klamotten entgegenschlug . . .

Dienstag, 18. März 2008

Ministerin auf dem Müllberg




Das Heilige Tal ist eine Welt in Grau: Am Fuße der Wüstenberge säumen unverputzte Mauern aus hässlichen Betonziegeln die Sandpisten. Julia Sayán Mendoza öffnet die Tür zu ihrem Grundstück. Die 33-Jährige Slumbewohnerin hat heute ungewöhnlichen Besuch: Die deutsche Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. Sie führt ihren Gast an der Hütte vorbei bis zur Außenmauer und deutet in den Nachbarhof. Dort liegt massenhaft Müll: Plastiksäcke, Schläuche, gebrauchte Kanülen und Spritzen. „Das ist Krankenhausabfall. Manchmal habe ich auch schon amputierte Arme entdeckt.” Die Ministerin aus Deutschland wendet sich entsetzt ab.


Das Heilige Tal ist ein unwirtlicher Ort am Nordrand von Perus Hauptstadt Lima, der zweitgrößten Wüstenstadt nach Kairo. Es ist eines von 52 Elendsvierteln im Distrikt Carabayllo und ein drastisches Beispiel für die Probleme des Landes. Die Ministerin besucht Peru in der Karwoche in Vorbereitung auf den Gipfel der europäischen und lateinamerikanischen Staatschefs, der von 13. bis 17. Mai in Lima stattfindet. Dort soll es um den Klimawandel gehen und die sozialen Probleme, die er in armen Ländern hervorruft. Von denen konnte Wieczorek-Zeul sich bei ihrem Besuch in der Neun-Millionenstadt Lima überzeugen: „Die Umweltprobleme Perus sind gravierend. Der Bergbau hinterlässt große Schäden in der Natur. Außerdem ist das Land besonders von extremen Wetterereignissen in Folge des Klimawandels betroffen. Die Anden-Gletscher schmelzen mit hoher Geschwindigkeit, Wüsten breiten sich aus.”

Umweltschutz aber genießt bislang keine Priorität, weder in Peru noch in den meisten anderen lateinamerikanischen Ländern. Es fehlen gesetzliche Regeln und Grenzwerte, der Staat kontrolliert fast nichts, und es fehlt auch der politische Wille, etwas zu ändern. Am meisten trifft das die, die in Armut leben und an denen das enorme Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre spurlos vorübergegangen ist. Deutschland und anderen Staaten dringen deshalb darauf, dass Länder wie Peru Umweltministerien einrichten „Dieses habe ich immer wieder deutlich gemacht, vor allem auch im Gespräch mit Ministerpräsident Jorge Del Castillo”, erklärte Wieczorek-Zeul nach ihrem Treffen mit dem peruanischen Regierungschef.

Die Länder der Europäischen Union sind die wichtigsten Geldgeber für Entwicklungsprojekte in Lateinamerika. Im vergangenen Jahrzehnt hat allein die EU 420 Millionen Euro in soziale Projekte investiert. Auf den Müllbergen von Lima sieht man, dass das bei weitem nicht ausreicht.

In den Elendsvierteln von Carabayllo gibt es weder Wasser noch Kanalisation oder Strom. Wer geregelte Arbeit hat, verdient weniger als hundert Dollar im Monat. Die meisten Bewohner sind noch keine zehn Jahre alt, wenn sie zu arbeiten beginnen. Jedes dritte Kind leidet an chronischer Unterernährung. Viele Menschen dort sehen keine andere Chance, als mit Abfallsammeln ihr Geld zu verdienen. Die Müllhalde liegt anderthalb Kilometer vom Heiligen Tal entfernt. Sie genügt nicht einmal peruanischen Vorschriften. Nachts holen die Müllsammler dort Plastiksäcke ab. Sie sortieren den Inhalt auf ihren Grundstücken, waschen Plastikhandschuhe, Schläuche und Spritzen aus, verpacken sie neu und verkaufen sie. Was nicht zur Wiederverwertung taugt, verbrennen sie an Ort und Stelle.


Außerdem wird in der Siedlung Blei aus alten Autobatterien geschmolzen und in Platten weiterverkauft. Und als wäre das noch nicht genug, klaffen zwischen den Siedlungen 50 Meter tiefe Löcher, aus denen Tonerde abgebaut wird – natürlich ohne Genehmigung.

Die Böden in Carabayllo sind mit Blei, Cadmium und Chrom verseucht. Die Kinder haben zwei- bis sechsmal so viel Blei im Blut wie die Weltgesundheitsorganisation zulässt. Auch die zwölfjährige Tochter von Julia Sayán Mendoza ist krank. „Am Anfang wussten wir gar nicht, was es ist. Kristel klagte über extreme Kopfschmerzen, blutete ständig aus der Nase, hatte Hautekzeme”, berichtet die Mutter. „Inzwischen wissen wir, dass die erhöhten Bleiwerte die Entwicklung unserer Kinder extrem schädigen.”

Das christliche Hilfswerk Misereor und lokale Organisationen unterstützen die Menschen. Der Bürgermeister hingegen schaut weg, genau wie das Gesundheits- und das Bergbauministerium. So hoffen die Menschen im Heiligen Tal, dass die Regierung ihr Versprechen wahrmacht und bald das Umweltministerium gründet, das sich ihrer annehmen soll.

Sonntag, 16. März 2008

Lima zum Letzten

Nur gut, dass ich mich schon vor zwei Wochen von Lima verabschiedet habe, denn bei einem solchen Umzug bleibt für Gefühlsduselei keine Zeit. Und da lassen wir die Sache mit dem Visum für Ecuador, dem Auflösungsvertrag für meinen Posten hier, der Flugbuchung, der Kontoauflösung, der Ausreisegenehmigung und allen sonstigen Kleinkram mal großzügig weg und nehmen wir doch als Beispiel einfach nur mein Gepäck. Ich hatte es unter Schmerzen und mit Mühe von drei auf zwei dieser blauen Tonnen reduziert, und die sollten nach Deutschland.

Die Probleme aber fingen schon an, bevor ich damit überhaupt am Frachtflughafen auftauchte.

Als ich Kontakt mit einer Dame von Lufthansa Cargo in Lima aufnahm, war die Antwort auf meine E-Mail relativ klar: Bis 99 Kilo Gesamtgewicht kostet das Kilo 4,85 Dollar, bei einem Gesamtgewicht über 99 Kilo kostet das Kilo 2,02 Dollar. Jede meiner Tonnen hat ein Volumengewicht von 34 Kilo, und da rechnete ich schnell aus, dass es mir billiger kam, drei Tonnen zu verschicken als zwei. Aber womit die dritte Tonne füllen? Ich ging also nochmal zum Einkaufen auf den Inkamarkt, holte aus den anderen Tonnen wieder was raus, füllte um.

Voraussetzung, dass ich meine „persönlichen Effekten“ durch den peruanischen Zoll bringe, sind laut Lufthansa Cargo: Kopie meines Dienstausweises vom Auswärtigen Amt, englische und spanische Inhaltsliste mit Wertangabe in dreifacher Ausfertigung und die Kopie meines Flugtickets.

Flugticket? A su madre, ich fliege doch gar nicht nach Deutschland! Ich rief wieder die Dame an. „Darf es auch ein Ticket nach Ecuador sein?“ – „Nein, sie müssen nach Deutschland fliegen!“ – „Hmmm. Genügt eine Reservierung?“ – „Ja, eine Reservierung genügt. Ist nur für den Zoll.“ Aufatmen. Ich ging ins nächste Reisebüro und ließ mir einen Flug nach Deutschland reservieren, den ich nie die Absicht hatte zu kaufen. Ich war gerüstet. „Montagmorgen um neun?“ – „Geht in Ordnung“, sagte die Dame von Lufthansa Cargo. „Frachtflughafen, Gebäude vier, zweiter Stock.“

Wie aber komme ich mit drei blauen Chemietonnen zum Frachtflughafen? Meine Auto hatte ich schon abgegeben. Mit so viel Gepäck konnte ich mich schwerlich auf die Straße stellen, um ein Taxi anzuhalten, das wäre geradezu eine Einladung für einen Überfall gewesen. Ich rief also die Zentrale eines sicheren Taxiunternehmens an.

„Ich brauche was mit viel Stauraum.“ – „Klar, wir schicken ihnen eine Camioneta.“ Am anderen Morgen aber stand nicht der versprochene Pick-up vor meiner Hostaltür, sondern ein gasbetriebener Kombi, dessen halber Kofferraum schon mit der Gasflasche voll war. Na ja, wir kriegten die Tonnen trotzdem irgendwie rein. Also, was heißt wir? Das war der faulste Taxifahrer, den ich je gesehen habe.

Am Eingang zum Gelände des Frachtflughafens schickten sie uns irgendwohin, im Irgendwo lud ich die Tonnen aus, zahlte den Taxifahrer, und da hatte ich das nächste Problem: Wenn ich jetzt da rauf in ein Büro muss, kann ich die drei Tonnen ja schlecht unterm Arm mitnehmen. Stehen lassen? Einem der herumlungernden Typen vertrauen?

Ich überlegte noch, da hatte einer mit Sackkarre die Tonnen schon an sich genommen und ein anderer redete auf mich ein. Ich war etwas übernächtig, genau im richtigen Zustand, um die Dinge geschehen zu lassen, ohne mich aufzuregen. „Das Büro ist gar nicht hier, Du musst da hinten hin“, sagte schließlich der Vielredner nach einem Telefonanruf.

Ich latschte also dem mit der Sackkarre ungefähr einen Kilometer lang hinterher bis zu einer großen Rampe an einem noch größeren Gebäude, wo ein Haufen Männer herumstanden und liefen, ohne dass ich darin einen Sinn erkannte. Der mit der Sackkarre deutete auf den zweiten Stock. „Ich warte hier auf Dich.“ Ich gab ihm, als hätte ich in dem Jahr hier nichts dazugelernt, das Trinkgeld, und als ich eine halbe Stunde später aus dem Fenster des Büros im zweiten Stock schaute, standen meine Tonnen einsam und unbewacht zwischen den Lieferwagen an der Rampe.

Ich war zu schläfrig, um mich zu beunruhigen und wandte mich wieder der Dame im Büro zu, die mir gerade mit vielen Fachausdrücken erklärte, was ich alles tun müsse. Gepäckführer, Airwaybill, Formulare, ich verstand nur Bahnhof, und so schaute ich wohl auch. „Wollen sie einen Tramitador?“, fragte sie schließlich mitleidig. Ich flehte: „Bitte!“ Sie machte einen Telefonanruf. Er käme gleich.

Ich nutzte die Gelegenheit für eine zaghafte Frage. „Sagen Sie, kann ich meine blauen Tonnen da unten eigentlich einfach so stehen lassen?“ – „Wie? Um Gottes willen!“, rief sie, lief aus dem Büro hinaus, begutachtete die Situation von oben und schickte mich sofort hektisch zur Rampe hinunter. Ich wartete also neben meinen blauen Tonnen auf meinen Tramitador.

Die meisten Behördengänge in Peru sind so kompliziert, dass ein 0815-Bürger, auch wenn er lesen und schreiben kann, jemanden braucht, der diese für ihn erledigt. Und tatsächlich, als der kleine dickliche Mann mit der Hornbrille auftauchte, war plötzlich alles ganz einfach, auch wenn er ununterbrochen in einem Haufen Zettel herumwühlte und ständig immer wieder neue Kopien von meinen Unterlagen machte und immer wieder ein neues Formular hervorholte und mich immer wieder an einen neuen Schalter in einem neuen Gebäude schickte. Ich tat, was er anwies, latschte mit, unterschrieb, buchstabierte, und am Schluss zahlte ich ihn, ohne zu murren.

Nur in die Gepäckkontrolle, da musste ich alleine hinein. Aber die drei Jungs in Uniform öffneten nur eine der Tonnen, und auch der Drogenhund fand nichts, und meine Gepäckliste enthielt nichts Verdächtiges, so dass auch das in Rekordzeit erledigt war. Fand der Tramitador. Ich hingegen fand, dass fast fünf Stunden doch ein bisschen viel für so ein bisschen Zoll für so ein bisschen Gepäck sind.

Es war wirklich nur ein bisschen. Ich hatte zwar 100 Kilogramm angegeben und dafür 202 Dollar berappt. Aber Volumengewicht kennt man in Peru gar nicht. Laut Zollwaage waren es tatsächlich nur 88 Kilo - aber das fiel bei Lufthansa Cargo Gottseidank niemandem auf.

Samstag, 15. März 2008

Regen? Regen!!

In Lima regnet es nie. Das steht in jedem Reisefuehrer. Das erzaehlt jeder Limeñer. Das habe ich auch geglaubt. Bis zum Abends des 23. Februar, als ploetzlich dicke Tropfen vom Himmel fielen. Ich war gluecklich uber die Ausnahme von der Regel.

Ausnahme? Regel? Nichts ist, wie es sein sollte. Heute regnete es schon wieder - zum fuenften Mal in diesem Jahr. . .

Dienstag, 4. März 2008

Abschied aus Lima

Wieder einmal Abschied, Unbehaustheit, Übergang. Wieder einmal eine Zeit, in der ich fast alles, was ich mache, zum letzten Mal mache.


Ich saß zum letzten Mal auf meinem Balkon und genoß mit einem Cuzqueña-Bier den Sonnenuntergang. Ein Jahr lang hatte ich jeden Abend beobachtet, wie dieser gleißende Ball in den Pazifik sank, anfangs genau zwischen den zwei Palmen am Hochufer, dann zwischen zwei Hochhäusern und später über der Brücke an der Steilküste, bis am Ende wieder die ursprüngliche Konstellation erreicht war. Der Sonnenuntergang war ein Jahr lang jeden Abend anders, jeden Abend neu und fast immer spektakulär.


Dann packte ich wieder mal meine sieben Sachen in meine drei blauen Tonnen, trennte mich von alten Zeitungen, liebgewonnenem Kleinkram und selbst gesammelten Muscheln und räumte die Wohnung leer. Die peruanische Vermieterin in der Schweiz hatte erst großmütig getan und meinen gesamten Hausstand erwerben wollen. Kurz vor Ablauf des Jahresvetrags aber kündigte sie eine 50-prozentige Mieterhöhung an und erkärte ihr Interesse an Butterdose und Gurkenraspler. Ich nahm dankend Abstand.


So stapelte ich also Teller und Töpfe, Luftentfeuchter und Wasserfilter im Kofferraum. Inzwischen habe ich fast alles verkauft, das Geschirr an den Wirt des kleinen familiären Hostals in der Parallelstraße. Dort hatte ich vor dreieinhalb Jahren meine Limeñer Nächte verbracht und dort schlafe ich jetzt in einem Vierbettzimmer. Diesmal aber bin ich in dieser seltsamen Traveller-Welt wie ein kleiner verschreckter Urzeitvogel gelandet, der nicht weiß, was er mit der Bewunderung anfangen soll, die dort jemandem entgegenschlägt, der durch Peru nicht nur durchgefahren ist. Eine völlig neue Erfahrung.


Das Kontrastprogramm dazu war die Vollversammlung in der vergangenen Woche in einem Luxushotel außerhalb der Stadt, wo ich zum letzten Mal meine deutschen Kollegen aus der peruanischen Provinz gesehen und mir mal wieder die Flöhe geholt habe. Weil ich einen Rock anhatte, fühlen sich zur Abwechslung diesmal meine Pobacken an wie Streuselkuchen. Dummerweise kann man sich an dieser Stelle so schlecht in der Oeffentlichkeit kratzen.


Am vergangenen Sonntag dann saß ich wahrscheinlich zum letzten Mal unten am Waikiki, dem Strand von Miraflores. Dort lauschte ich der Sinfonie der in den stürmischen Wellen zurückrollenden Kieselsteine, blinzelte in das diffuse Sommersonnenlicht und machte unter der dünnen Hochnebeldecke tausende Kilometer vor mir den Horizont aus. Ich versuchte mir dieses mit Musik und Faulgeruch und Erinnerungen unterlegte Gemälde für immer einzuprägen und vergaß dabei ganz die aus dieser Perspektive geisterhaft anmutende Parallelwelt der Neunmillionenstadt oben in meinem Rücken.


Und während ich vor mich hinträumte, fraß plötzlich eine heranrollende Nebelbank den Horizont, warf eine besonders schäumende Welle eine Muschel auf die Steine, die sofort von einer Möwe ausgepickt wurde, und ich stand auf und ging und ließ sie einfach zurück: die Inselspitzen vor Callao im Norden und die Bucht und die Anhöhe von Chorillos im Süden und die hölzerne Rosa Nautica im Wasser vor mir, in der es eine Speisekarte ohne Preise für die Frauen gibt; die Tablistas, die auf dem Meer tanzten, und den Kiosk, den letzten vor Tahiti, der in Flaschen abgefülltes Leitungswasser als Mineralwasser verkauft. Ich stieg die Stufen nach Miraflores hinauf mit dem selben nostalgischen Gefühl, mit dem ich dreieinhalb Jahre zuvor mit Blick auf die Hochhäuser an der Steilküste gesagt hatte: „Dort will ich mal wohnen!“

Abschied ist manchmal wie ein Film, der rückwärts läuft.


Anderntags war ich dann zum letzten Mal im DED-Büro, um Laptop und Auto zurückzugeben und die Endabrechnung zu machen und irgendwelche Sach-, End- und Abschlussberichte abzuliefern und zu klären, wann ich nun eigentlich wohin fliege. Aber aus dem kurzfristigen Deutschlandbesuch wird nun doch nichts, und meine Karibikpläne habe ich auch nochmal verschoben. Ende Januar bekam ich unverhofft ein Angebot des DED in Ecuador für einen Dreimonatseinsatz, das ich, ohne lange zu überlegen, annahm. Ich soll in Quito in Zusammenarbeit mit einer Universität eine Fortbildungsreihe konzipieren für Hochschulabsolventen und Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen, die sich mit Umweltkonflikten beschäftigen.

Und so sind diese Tage nicht nur Abschied. Sie sind auch Vorfreude auf ein Wiedersehen. Gruendonnerstag fliege ich.

Donnerstag, 28. Februar 2008

Mmmmmh!


Viele sagen, Inca-Cola koenne man gar nicht trinken. Ich mag den Geschmack, er liegt irgendwo zwischen Gummibaeren und Red Bull. Das Beweisfoto schoss ein Kollege auf der Vollversammlung - wahrscheinlich hatte mir da der Zucker gerade die Zaehne zusammengepappt.

Donnerstag, 21. Februar 2008

Besuch aus Deutschland

Drei wunderschoene Wochen und ein klitzekleiner Ausschnitt daraus:



Der Badeort Pucusana, suedlich von Lima





Ceviche am Strand von Pucusana...





... und in einem Limeñer Resturant





Einmal rueber ueber die Anden und auf der anderen Seite wieder bis knapp unter 3000 Meter runter: Tarma



Schoen, wenn das Hotel so konfortabel ist, dass sie einem nachts eine Waermflaschen ins Bett stecken...



... und das Gemaeuer auch ein bisschen Geschichte hat.



Jeden Meter, den man dann weiter runter in Richtung Amazonas faehrt, wird es noch ein bisschen gruener: San Ramon. Dort ergiesst sich das Wasser aus den Anden ueber die Felsen, sammelt sich in Gumpen...



...und muendet dann in die Fluesse, die irgendwann zum Amazonas werden.




Dort kann man sich auch fuer laenger bei Asháninkas einquartieren...




... oder nur fuer kurz - peinliche Verkleidung inklusive.



Zurueck nach Lima geht´s wieder ueber den 4818 Meter hohen Pass: Wasti schnaufte sich sogar bis zum Beweisschild vor.



Karins Geburtstag in der Hauptstadt




Entspannende Tage am Strand von Trujillo: Huanchaco.



Und zum Abschluss noch ein Treffen mit dem lateinamerikareisenden Sammy aus Ebersberg.

Donnerstag, 31. Januar 2008

Hochsommer in Lima

Ich habe es endlich geschafft, den Nebel zu fotografieren - nicht dass jemand auf die Idee kommt, ich erfinde das alles!!





Samstag, 12. Januar 2008

Markt der Wünsche



Auf meinem Schreibtisch steht ein Glasfläschchen in der Größe eines Hotel-Shampoos. In der Flüssigkeit zwängen sich allerlei Dinge, die ich nicht mit Namen nennen kann. Sie sind rot, gelb, grün, violett, sie sind länglich, quadratisch, undefinierbar. Die einzigen beiden Gegenstände, die ich wirklich erkenne, sind aus Blei. Ein Frosch und ein Hufeisen in der Größe eines Daumennagels.

Das Fläschchen habe ich einer bolivianischen Schamanin abgekauft. Hier in Lima, auf der „Feria de los Deseos“, dem „Markt der Wünsche“. Die Frau war alt und dick, trug geplusterte Röcke und hatte ihr Haar in Zöpfen gebunden. Sie kaute Cocablätter und räumte mit behäbigen Bewegungen die getrockneten Fuchstatzen, Vogelskelette, Amulette und Kräuterschächtelchen an ihrem Stand um. Wortkarg erklärte sie mir die Ingredienzien des Fläschchens. Ich verstand überhaupt nichts - ich kenne ihre Kechua-Ausdrücke nicht und mir war auch nicht wirklich klar, worauf ihr langer Daumennagel gerade zeigte. Nur soviel verstand ich: Das Fläschchen soll mir Glück bringen auf Reisen.

Der Markt findet immer zur Jahreswende auf dem Campo de Marte statt, im Zentrum Limas. Dann reisen die Curanderos, also Heiler, Schamanen und Kräuterkundigen, aus der Hochebene von Puno und Bolivien an und bieten ihre Dienste feil. Sie lesen die Zukunft aus Cocablättern und vertreiben Krankheiten, indem sie mit einem rohen Ei, einem Meerschweinchen oder einem Gürteltier über den Körper streichen. Die Menschen, die vor den Ständen auf Plastikhockern auf die Behandlung warten, halten Blumen in der Hand. Denen, die aus der Behandlung kommen, also hinter dem Vorhang hervortreten, kleben noch die Blütenblätter im Haar und auf den Schultern.






Auf den Banderolen über ihren Ständen werben die Curanderos mit Handynummern, E-Mail-Adressen und ihren Diensten. Die Krankheiten, die der Medizinratgeber für die deutsche Familie auflistet, behandeln sie in der Regel nicht. Stattdessen kurieren sie bösen Zauber und den Susto, den Schrecken. In den Anden glaubt man nicht, dass eine Krankheit nur körperlich bedingt ist. Sie ist immer Ausdruck dafür, dass etwas in der Seele nicht stimmt, ein Zeichen für schlechte Energien. Und die ziehen die Curanderos ab durch eine Reinigung.

Daneben verkaufen sie Amulette: für Glück in der Liebe, mit dem Geld und bei der Arbeit, gegen den bösen Blick, Krankheiten und Unglück. An einem Stand deckt sich eine junge Frau im großen Stil ein: An ihrem Arm hängen schon unzählige Tütchen mit kleinen Flaschen, Steinen, Froschimitationen mit falschen Dollarscheinen im Maul. Nun fragt sie nach der Glaspyramide mit den goldfarbenen Kanten.



Die Curandera erklärt das Stilleben darin, das aus einer Puppenküche stammen könnte: ein Frosch, ein Bett, ein Haus, ein Auto, Dollarscheine, ein Flugzeug, die Imitation eines Passes mit Visum, die nachgemachte Urkunde einer Universität. Als die beiden auch darüber handelseinig sind, hält die Curandera die Pyramide über eine rauchende Schale, streut Blütenblätter darüber, beträufelt sie mit einer Flüssigkeit und murmelt zur Segnung einen Spruch. „Das stellst Du jetzt in Dein Haus. Man darf es ruhig sehen“, sagt sie und wickelt die Pyramide in Zeitungspapier ein.

Der „Markt der Wünsche“: eine Mischung aus Heilwissen, Kommerz und Aberglauben. Aber Hauptsache, es hilft...

Donnerstag, 10. Januar 2008

Lima im Sommer

Es gibt Momente, da liebe ich dieses Land. Ich sitze mit einer schwarzkopierten, unechten Lucky Strike auf dem Balkon, damit ich in der Wohnung die aufgeschlagene Wand vom neuesten Wasserschaden nicht anschauen muss, sehe im Scheinwerfer des Müllautos die Nebelschwaden ziehen, die mir die Sicht auf die Lichter der gegenüberliegenden Häuserreihe verwehren, höre Migrantenmusik aus den Anden (música chicha) mit Titeln wie „Ich bin aus der Provinz“, habe diesen unwiederstehlichen Fischgestank in der Nase und komme mit Ruth gerade von der berühmtesten Fokloreshow Perus, die wir nach einer Stunden wegen des übermenschlichen Grads an Surrealität verlassen haben. "Las Brisas del Titicaca". Was für ein Land!

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Matatodo

Es ist immer noch nicht Sommer hier in Lima, zum Fenster weht ein Nebel mit bewusstseinsveränderndem Fischgeruch herein, und ich habe schon wieder einen Floh.

So stand ich also kürzlich auf dem Heimweg vom Büro des DED im Supermarkt vor dem Regal mit den Vernichtungsmitteln, und ich griff dann gleich zum „Matatodo“, dem „Macht alles tot“. Als ich wieder rauskam, meinen kleinen schwarzen VW Golf anschmiss, jemandem, der behauptete, er hätte auf mein Auto aufgepasst, einen Sol gab, und schließlich mit quietschendem Keilriemen losfuhr, hätte ich das „Matadodo“ am liebsten gleich ausprobiert. Gegen meine Kontrahenten auf der Straße.


Mit meinem Auto - zu Zeiten, als ich noch das Leiberl der Defensoría del Pueblo trug.
Der vierspurige Kreisel Ovalo Gutierrez ist berüchtigt für seine morgendlichen und abendlichen Hakenkreuz- und Reisverschluss-Staus. Aber es war früh genug, um ordentlich seine Runde durch den Ovalo zu drehen, und wenn man das zweimal gemacht hat, dann macht man das so, wie es alle machen: Man fährt vom Straßenrand auf der kürzesten Strecke in die innerste Spur, ohne nach links oder rechts zu schauen, zwingt dabei alle Autos zur Vollbremsung und löst ein Hupkonzert aus. Auf der Höhe der gewünschten Abfahrt fährt man dann auf der kürzesten Strecke von der innersten Spur auf die äußerste und zwingt dabei wieder alle Autofahrer zur Vollbremsung und löst ein zweites Hupkonzert aus. Eines sollte man nämlich beim Autofahren schnell lernen, und das sind die Verkehrsregeln.

Verkehrsregel Nummer eins ist: Es gibt keine Regeln.

Als ich also vom Ovalo Gutierrez ohne Rücksicht auf Verluste in die Comandante Espinar einbog, hielt ich mich dort wie immer auf der mittleren Spur. Das ist deshalb ratsam, weil links immerzu die Linksabbieger Stau verursachen und rechts sich Bus an Bus drängt. Die Busfahrer aber stoppen trotz Überschreitung aller Höchstgeschwindigkeiten von jetzt auf gleich wegen jedweden gelangweilt herumstehenden Fußgängers, vor allem, wenn diese weiblich sind, und zwingen einen damit nicht nur alle paar Meter zu einer Vollbremsung, sondern auch zu warten, bis alle Gäste ein- oder ausgestiegen sind. Auf der mittleren Spur aber gibt es nur eine Gefahr: die Busfahrer, die andere Busse überholen, indem sie, Zehntelsekunden bevor man ihre Höhe erreicht hat, ohne Ankündigung und mit schwarzer Abgaswolke ausscheren.

Denn Regel Nummer zwei ist: Blinken ist uncool.

Auf der Comandante Espinar also querte ich auf der mittleren Spur ein paar Kreuzungen und kaufte dann bei Rot einem fünfjährigen Mädchen für einen Sol eine Schachtel Kaugummi ab. Da ich noch nicht durchstartete, bevor die Ampel wieder auf Grün sprang, löste ich erneut ein Hupkonzert aus. Direkt hinter der Ampel wiederholte sich dann ein Schauspiel, das sich dort ununterbrochen beobachten lässt, weil sich erstens die Straße von zwei auf drei Spuren verengt und zweitens

die Regel Nummer drei gilt: Einordnen gilt nicht.

Die Busse von der rechten Spur müssen an dieser Kreuzung links abbiegen. Weil sie aber unter keinen Umständen auch nur einen Fahrgast verpassen möchten, ordnen sie sich nicht links ein, sondern queren einfach mitten auf der Kreuzung die drei Fahrspuren nach links. Machmal streckt der Fahrer freundlicherweise den Arm aus dem Fenster, um zu signalisieren, dass man gefälligt stehen bleiben soll. Auf der Linksabbiegerspur aber standen wie immer nur Autofahrer, die geradeaus weiterfahren wollten und mich deshalb nach rechts abzudrängen versuchten. Aber da stand ja schon der nächste Bus.

Und Regel Nummer vier ist: Busfahrer haben immer Recht.

Laut einer Untersuchung haben 60 Prozent der Busfahrer in Lima ein psychisches Problem, und bei der Zulassungsprüfung werden sie zwar nach europäischen Schriftstellern gefragt, aber nicht nach den Verkehrsregeln oder ihrem Gesundheitszustand. Und da meine Hupe schon seit geraumer Zeit nicht mehr fuktioniert, blieb ich also stehen, ließ alle vorbeiziehen, auch die, die eigentlich in der mittleren Reihe hinter mir standen und beim ersten Anzeichen eines Stopps sofort auf die linke Spur geschert waren, und zockelte dann gerade noch über die Kreuzung, bevor der Querverkehr losstartete.

Das mit der Hupe ist besonders an den nächsten fünf Kreuzungen ein Verdruss, dort gibt es nämlich keine Ampeln und dort gilt

Regel Nummer fünf: Wer lauter hupt, hat Vorfahrt.

Theoretisch hat an diesen Kreuzungen der Vorfahrt, der keinen durchgezogenen Strich vor sich entdeckt. In der Praxis aber sieht das so aus, dass man sich – mit oder trotz weißen Strichs – hupend so weit in die Kreuzung vortastet, bis der Querverkehr gar nicht mehr anders kann als stehenzubleiben, wenn er nicht einen Frontalzusammenstoß riskieren will. Praktischerweise sind fast alle Straßen Einbahnstraßen, so dass man wenigstens nur an einer Front kämpfen muss. Hilfreich ist in solchen Fällen ein Bus nebenan in der Richtung, aus der der Querverkehr kommt. Im Windschatten eines Psychopathen traue ich mich auch die haarsträubendsten Manöver. Und in solchen Fällen gilt dann

Regel Nummer sechs: Achte nie auf das Hupen der anderen.

Gehupt wird ständig. Und wenn nicht gehupt wird, weil das Auto geparkt ist, dann schrillt die Alarmanlage. Am heftigsten sind die Hupkonzerte auf den großen Durchgangsstraßen, wo man zu Hauptverkehrszeiten eine halbe Stunde braucht, um über die Kreuzung zu kommen, die dann ein Verkehrspolizist regelt, weil

Regel Nummer sechs besagt: Beachte nie eine Ampel.

So ein Verkehrspolizist muss spätestens dann die Vorfahrtsrichtung ändern, wenn das Hupkonzert auf der stehenden Seite das Ausmaß annimmt, das vermuten lässt, dass sich der Mob gleich zur Lynchjustiz zusammenrauft. Und wem das nun im Detail ein bisschen widersprüchlich vorkommt, der sei auf Regel Nummer eins verwiesen:

Es gibt keine Regeln.

Das gilt vor allem für die Ticos. Das sind die kleinen japanischen Taxis, gegen die ein Trabbi ein Luxusstahlgefährt ist. Die drängeln sich ununterbrochen überall rein, eröffnen auf durchgezogenen Strichen neue Spuren und benehmen sich, als gäbe es keine anderen Verkehrsteilnehmer. Weshalb bei einem ordentlichen Unfall ein Taxigast in einem Tico selten überlebt.

Dass ich bisher im Straßenverkehr überlebt habe, und dass auch noch ohne Unfall, lässt mich manchmal an Wunder glauben. Besonders wenn ich an meine orientierungslosen Fahrten durch die unangenehmsten Gegenden Limas denke, wenn ich mal wieder vom rechten Weg abgekommen war. In solchen Stadtvierteln sind die Straßen nicht asphaltiert, von Straßenschildern, Markierungen oder Wegweisern ganz zu schweigen. Und in diesen Gegenden gibt es dann wirklich gar keine Regeln mehr - nicht einmal Regel Nummer eins.

Was allerdings nicht so richtig in dieses ganze Regelwerk passen will, ist die neueste Regelung: Seit September müssen alle Autos aus Lima regelmäßig zum TÜV. Ich war schon. Völlig unspektakulär. Meine kaputte Hupe ist ihnen gar nicht aufgefallen. Ich hätte sie auch nur ungern reparieren lassen. Seit sie nicht mehr funktioniert, ist Autofahren viel entspannter.

Montag, 17. Dezember 2007

P.P.S.

Also, die Fliesen sind jetzt verfugt. Dafür ist jetzt aber die Klospülung kaputt.

Mittwoch, 5. Dezember 2007

P.S.

Der Handwerker ging uebrigens, ohne die Fliessen verfugt zu haben. Ich warte immer noch darauf, dass er wieder mal auftaucht...

Montag, 3. Dezember 2007

Miraflores in einer Adventsnacht

Das Kaufhaus gehoert - wie fast alles - den Chilenen. Und der Weihnachtsbaum besteht - was man nicht sieht - aus vielen kleinen Mickey Maeusen.

Das Rathaus von Miraflores.

Der Parque Kennedy, ein paar Strassen von mir entfernt.


Sonntag, 2. Dezember 2007

Im Pickup ueber die Anden

Teresa und ich brauchten nur elf Stunden, bis wir die Strecke von Ayacucho nach Lima hinter uns gebracht hatten. Selbst wenn man nicht elf Stunden quatscht, wie wir das getan haben, ist die Fahrt ein Erlebnis.






Da sind wir praktisch schon fast an der Kueste angekommen.

Samstag, 1. Dezember 2007

Picknick in Chuschi









Praktisch auf jedem Feld steht ein Klo mit dem dicken Namenszug der US-amerikanischen staatlichen Entwicklungshilfeagentur USAID. Wenn man sich die Haeuschen genauer anschaut, merkt man, dass sie nicht benutzt werden...







Das ist ein kreisrunder Regenbogen - nur fuer den Fall, dass es nicht auffaellt.